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Aus verschiedenen Motiven kommen sie in das Berggebiet. Aus Arbeits-, Studien- oder familiären Gründen. Ziehen von der Stadt aufs Land oder lediglich einige Kilometer weiter in die Nachbargemeinde. Andere wiederum suchen die Nähe zur Natur und nach Freizeitmöglichkeiten und Erlebnissen. Einige Menschen können sich den Wohnort – über kurz oder lang – nicht aussuchen. Sie müssen aus ihrem Heimatland fliehen, weil sie dort verfolgt werden, müssen andernorts um Asyl ansuchen.

Ob Fachkräfte oder Pensionsmigranten, Kurzzeitarbeiter oder Flüchtlinge – Menschen kommen mit unterschiedlichen Perspektiven, Kenntnissen und Bedürfnissen an einen neuen Ort. Institutionen in den Gemeinden – Einwohnermeldeamt, Sozialsprengel, Unternehmen, Vereine, Kirche, Kultur- und Sporteinrichtungen, Nichtregierungsorganisationen etc. – gehören zu den ersten Anlaufstellen für Neuankömmlinge. Sie ermöglichen erste Kontakte und geben Orientierung.

Die österreichische Stadt Kapfenberg (Steiermark) beispielsweise bietet einen kostenlosen Dolmetscher- und Vermittlerdienst in 18 Sprachen für Einwohner ein. Er kommt in kommunalen Einrichtungen (Bereiche Bildung, Gesundheit, Verwaltung) zum Einsatz. Das erleichtert die Kommunikation in Beratungsgesprächen und die Begleitung administrativer Bürgerangelegenheiten für Zugewanderte. Auch in kulturellen Konflikten kann auf diese Weise vermittelt werden. Das „Netzwerk mehr Sprache“ in Vorarlberg führt alle Institutionen zusammen, die für die Entwicklung von Sprachkenntnissen im Kindesalter eine wichtige Rolle spielen (Eltern-Kind-Zentren, Kindertagesstätten und Kindergärten, Schulen, Büchereien, etc.). In Südtirol ermöglicht der „Salewa-Garten“, unterstützt vom gleichnamigen Bozner Unternehmen, Flüchtlingen den Anbau biologischer und regionaler Produkte, auch für den Eigenbedarf. Das fördert den Austausch mit der einheimischen Bevölkerung, die bei der Feldarbeit freiwillig hilft oder die Produkte gegen eine Spende erwerben kann. Diese Arbeitserfahrung erleichterte schon einzelnen Flüchtlingen den Eintritt ins Südtiroler Arbeitsleben.

Das Projekt PlurAlps schlägt genau in diese Kerbe. Die Projektpartner zeigen zusammen mit Gemeinden, Unternehmen und der Zivilgesellschaft in sechs Alpenländern auf, wie Willkommenskultur geht. Hier geht’s zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=RhdUYmfsa0Y

PlurAlps wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch das Interreg-Alpenraumprogramm finanziert.

Autorin: Miriam Weiss

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